Ich bewege mich zwischen zwei Polen: dem Abstrakten und dem Menschlichen.
Architektur interessiert mich als Form, nicht als Gebäude. Ich nähere mich ihr, bis nur noch Linie und Fläche übrig bleiben — im besten Fall bis sie kaum noch als Architektur erkennbar ist.
Auf der Straße geht es um das Gegenteil: Menschen in echten, unarrangierten Momenten. Kein Posing. Ich will Gefühl so nah wie möglich einfangen, bevor es sich wieder auflöst.
Dazwischen liegt eine dritte Faszination: Flugzeuge — Schiffe, die eigentlich am Boden bleiben müssten und es trotzdem nicht tun. Genau dieser Widerspruch lässt mich zur Kamera greifen.
Alle drei Serien sind Varianten derselben Frage: Wie nah kann eine Kamera an das herankommen, was gerade wirklich passiert?